Hydrakon: Business Case "Pumpen"
Die Auslegung von einzelnen Pumpen und vor allem von komplexen
Pumpensystemen ist zeitaufwändig und erfordert in erheblichem
Maße Sachverstand. Führt der Kunde selbst die Auslegung durch,
so wird er mit umfangreichen Produktinformationen konfrontiert.
Das nachfolgende Beispiel bezieht sich auf die Auslegung
größerer Pumpen-Systeme, wie sie z.B. im industriellen Bereich
zur Anwendung kommen.
Herkömmliche Vorgehensweise
1. Auslegung
Neben dem generellen Einsatzgebiet der Pumpen sind u.a. Basis-Daten wie
Fördermenge und -höhe, das zu fördernde Medium, und
dessen Dichte von Bedeutung für die Auswahl der am besten
geeigneten Produkte.
Des Weiteren müssen abhängig vom genauen Einsatzszenario zum
einen die Leistungsdaten (Kennlinien) und zum anderen Informationen
über Werkstoffe und Abmessungen berücksichtigt werden.
Nach der Auswahl der zu verwendenden Pumpen muss das benötigte
Zubehör ermittelt werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um
Schalter, Druckbehälter, Ventile und Regelungssysteme handeln, die
jeweils passend zu den Einsatzanforderungen und zur verwendeten Pumpe
festgelegt werden müssen.
2. Preisermittlung
Anhand von Preislisten werden die Preise für die zu verwendenden
Pumpen, das Zubehör und alle weiteren zum Lieferumfang
gehörenden Teile ermittelt.
Die dem Kunden eingeräumten Rabatte müssen ermittelt und
berücksichtigt werden.
3. Angebotserstellung und Dokumentation
Nach Ermittlung der zu verwenden Pumpen und des Zubehörs sind in
der Regel umfangreiche Unterlagen zusammenzustellen. Vor allem bei
größeren, häufig in Form von Ausschreibungen vergebenen
Projekten, in denen eine größeren Anzahl von Komponenten
benötigt wird, müssen umfangreiche technische Informationen,
Zeichnungen und Diagramme sowie Ausschreibungstexte zur Verfügung
gestellt werden.
Der ermittelte Lieferumfang wird zu einem Angebot zusammengefasst.
Dieses Angebot wird in der Regel mit allen Lieferpositionen im ERP- oder
Warenwirtschaftssystem erfasst - das heißt, die während des
Auslegungsvorgangs ermittelten Informationen müssen zum Teil neu
eingegeben werden.
4. Bestellung
Kommt es zur Auftragserteilung, so werden die Angebotsinformationen im ERP- oder Warenwirtschaftssystem vervollständigt und in eine Bestellung überführt.
Der oben beschriebene Vorgang ist relativ zeitraubend und dem Durchführenden müssen umfangreiche Informationen für die Auswahl der am besten geeigneten und zueinander passenden Produkte zur Verfügung stehen.
Wie unterstützt Hydrakon den oben beschriebenen Vorgang?
1. Auslegung
Nach Eingabe der Basis-Daten und -Parameter ermittelt Hydrakon die
verwendbaren Pumpen und schlägt die kleinst möglichen zur
Verwendung vor. Die Pumpen können am Bildschirm nach allen
wichtigen Kriterien sortiert werden, um die Auswahl zu erleichtern. Zu
jeder Pumpe können komplette Produktinformationen (z.B.
Leistungsdaten, Werkstoffe und Abmessungen) direkt abgerufen werden.
Nach Bestätigung oder Änderung der Pumpenauswahl wird diese
mit den Standard-Lieferoptionen ausgelegt - diese können
später geändert werden.
Im nächsten Schritt kann das benötigte Zubehör
ausgewählt werden. Dabei werden die Zubehör-Optionen passend
zu den ausgewählten Pumpen angezeigt.
2. Preisermittlung
Die Preise (sowohl Einkaufs- als auch Verkaufspreise) aller Pumpen mit
allen angebotenen Lieferoptionen stehen über eine Schnittstelle im
Hydrakon zur Verfügung.
Während des Auslegungsvorganges werden diese angezogen und
fließen in die Gesamtkalkulation ein. Die zu einzelnen Kunden
hinterlegten Rabatt-Regelungen werden automatisch auf die ermittelten
Verkaufspreise angewendet und können für einzelne Angebote
und Aufträge überschrieben werden, wenn der Benutzer über
die erforderlichen Berechtigungen verfügt.
3. Angebotserstellung und Dokumentation
Hydrakon stellt die aus der Auslegung resultierenden Angebotspositionen
zusammen und ermittelt alle benötigten Zusatzinformationen, die in
das Angebot einfließen müssen. Alle zugehörigen Dokumente
wie technische Informationen, Zeichnungen und Diagramme oder
Ausschreibungstexte werden automatisch bereitgestellt und können
dem Angebot auf Wunsch hinzugefügt werden.
Bei der Angebots- und Dokumenterstellung werden die Währung und die
Sprache des Kunden berücksichtigt. Die erzeugten Dokumente
können am Bildschirm eingesehen, ausgedruckt oder in verschiedene
Formate exportiert werden (z.B. PDF).
4. Bestellung
Im Bestellfall können Angebote direkt in einen Auftrag überführt werden. Wenn dem Endkunden Zugriff auf das System gewährt wird, so kann er diesen Bestellvorgang selbst auslösen. Die Auftragsdaten werden über eine Schnittstelle an das ERP- oder Warenwirtschaftssystem weitergegeben. Aufgrund der in Hydrakon hinterlegten Produktlogik passen die ausgewählten Pumpen und Zubehörkomponenten auf jeden Fall zusammen - mit der Disposition kann sofort begonnen werden.
Fazit
Der Gesamtaufwand für die Auslegung und die Angebotserstellung für ein Pumpensystem mit Zubehör kann durch den Einsatz von Hydrakon erheblich reduziert werden. Dem Endkunden kann in wesentlich kürzerer Zeit ein Angebot unterbreitet werden - auf Wunsch kann er sich dieses über den direkten Zugriff auf das Hydrakon-System sogar selber erzeugen. Die Auswahl des zu den benötigten Pumpen passenden Zubehörs ist wesentlich zuverlässiger, als bei einer manuellen Vorgehensweise, da das System immer nur passende Zubehör-Komponenten vorschlägt.
